Fuerteventura



Im November des vergangenen Jahres ging es in den ersten gemeinsamen Urlaub mit meinem Schatz. Nach vielen Überlegungen und langem Hin und Her und der sehr angespannten politischen Situationen (ursprünglich war geplant nach Hurghada zu fliegen), entschieden wir uns für eine „sichere“ Variante, wo es trotzdem warm ist und unser eingeplantes Budget nicht überschreitet. Also, let’s go to….FUERTEVENTURA.

Foto 03.11.15, 14 14 45Wir hatten uns natürlich vorher auch einige andere Reiseziele angeschaut, sind dann aber bei den Kanaren „hängen geblieben“. Schließlich wollten wir einen „Sommerurlaub“ und hofften hier auf gutes Wetter. Natürlich haben wir uns auch über die anderen Inseln wie Lanzarote, Teneriffa, Gran Canaria usw. informiert, aber auf Fuerteventura lockten uns die „weißen Strände“, die es ja z.B. auf Lanzarote gar nicht geben soll. Nachdem das Reiseziel fest stand, ging es auf Hotelsuche. Hier haben wir uns auch sehr schnell für eine riesen große Hotelanlage entschieden, da wir wussten, das auf Fuerteventura jetzt nicht unbedingt viel ist, außer Berge, Berge und achja Berge 😀 und halt eben Hotelanlagen. Da wir das aber wussten, waren wir auch Gott sei Dank nicht geschockt, als wir dann am Flughafen ankamen und mit dem Bus zum Hotel gebracht wurden, aber dazu später mehr. Also wir entschieden uns für das BARCELO JANDIA MAR**** Hotel und buchten dort ein All Inclusive-Paket.

Am 05.11. ging es mitten in der Nacht los zum Flughafen Köln-Bonn. Wir hatten uns dort einen Parkplatz gebucht, so war die Anreise und auch später die Heimreise am einfachsten für uns zu Händeln, da wir auch über eine Stunde zum Flughafen unterwegs waren. Wir kamen also mitten in der Nacht am Flughafen an, suchten das Terminal und gaben unser Gebäck ab. Nachdem wir das gemacht hatten und um die Wartezeit etwas erträglicher zu machen, suchten wir uns noch etwas zum frühstücken. Naja und wie soll ich sagen!? MEIN Frühstück wollte nicht lange in mir bleiben…so verbrachte ich also die Wartezeit, vor dem Boarding, auf der Toilette und übergab mich im Minutentakt (wenn das mal nichts mit Flugangst zutun hatte 🙁  ). Naja…

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Gott sei Dank hatte ich mir vorher in der Apotheke Reisetabletten geholt, diese halfen mir dann auch. So konnte ich die Zeit im Flieger mit Schlafen und Ausruhen verbringen. Ansonsten gab es auf dem Hinflug keine besonderen Vorfälle (mein Freund war da übrigens auch sehr glücklich drüber 😀 ). Angekommen am Flughafen in Fuerteventura ging es nun etwas länger als eine Stunde mit dem Bus über die Insel, in den Süden nach Jandia, in unser Hotel. Wir wussten bereits, wie eben schon erwähnt, dass Fuerteventura an sich nicht unbedingt die schönste Insel ist. Egal wo wir hinschauten befanden sich riesige, braune Berge, weit und breit konnte man nichts anderes sehen. Umso mehr freuten wir uns auf unser wunderschönes Hotel. Dort wurden wir vom super freundlichem Personal begrüßt, bekamen unser Zimmer zugewiesen und somit konnte der Urlaub dann endlich beginnen. Als wir ankamen merkten wir auch direkt, dass wir wohl Glück mit dem Wetter haben werden (es waren durchweg über 30 Grad). Also  zögerten wir nicht lange und schwups, zogen wir uns Badekleidung an und gingen erstmal zum Strand. Wir waren so begeistert. Der Strand in Jandia ist wirklich fast weiß und der Atlantik war so glasklar, dass wir bis auf den Boden schauen konnten.

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Was in unserem Hotel auch suuuuper war, war das All Inclusive-Angebot. Wir konnten den ganzen Tag umsonst essen und trinken, es wurde echt mehr als genug angeboten. Abends wurde im Eingangsbereich eine Art Lounge zurecht gemacht, in der man wunderschön sitzen und die verschiedensten Cocktails trinken konnte. Auch das Essen war sowohl morgens, mittags als auch abends echt klasse. Teilweise gab es abends sogar Themenbuffets. Also wer hier nichts findet, der findet echt nirgends etwas 😀 . Die nächsten Tage verbrachten wir damit, am Strand zu liegen oder zu Abwechslung auch mal am Pool die Seele baumeln zu lassen…eben einfach „nichts“ tun 😀  . Dort weihten wir natürlich auch direkt unsere Go-Pro Aktionkamera ein und machten ein Unterwasserfoto nach dem anderen. Am Pool gab es jeden Morgen zur selben Zeit eine nette Gesangseinlage des Animateurteams. Auch wurden jeden Tag Spiele usw. angeboten und man wurde ganz höflich gefragt, ob man bei dem ein oder anderem mitmachen möchte. Ganz und gar nicht aufdringlich, sondern sehr nett.

DSCN2469Am 5. Tag entschieden wir uns, zu dem nahe gelegenen Oasispark zu fahren und dort den Tag zu verbringen. Zwei Tage zuvor war ein netter deutschsprachiger Herr des Parks in unserem Hotel und erklärte uns einiges über verschiedene „Attraktionen“. Es gab so viele tolle Sachen die man in diesem Park machen konnte. Also buchten wir uns direkt einmal „Kamelreiten“ und mein absolutes Highlight in diesem Urlaub, mit Seelöwen zu schwimmen. Wir wurden morgens mit dem kostenlosen Shuttlebus im Nachbarhotel eingesammelt und fuhren gut 40 Minuten zu diesem Park. Am Eingangsbereich mussten wir erstmal unsere Hotel-Armbänder entfernen, da dies für die armen Seelöwen zu gefährlich sein könnte. Wir bekamen einen Termin zugeteilt, bei dem wir dann an dem Pool für die Seelöwen sein sollten. Da wir noch etwas Zeit hatten, begannen wir also mit dem Ritt auf den Kamelen. Unser Kamel hieß „Camello“ und es war echt ein sehr schönes Kamel 😀 . Zugegebenermaßen, es war schon eine Erfahrung, aber ich glaube ich würde es nicht nochmal machen. Wir wurden links und rechts auf einen Sitz auf das Kamel gesetzt und der arme Kerl musste uns ziemlich steil bergauf tragen. Und es war echt ziemlich heiß. Gott sei dank (für das Kamel) ging diese Tour auch nur knapp 20 Minuten. „Camello“ hat mir echt leid getan. Aber an sich war es toll mal ein Kamel hautnah zu erleben und sogar anfassen zu können.

IMG_9268Nachdem wir das gemacht haben, gingen wir selbstständig durch den Park und sahen die unterschiedlichsten Tierarten. Krokodile, Waschbären, Kangurus (sogar weiße), Elefanten, Zebras, Giraffen, Erdmännchen und viele mehr. Vor Ort konnte man sich überall Futter kaufen, um vereinzelt Tiere zu füttern. Also kauften wir uns eine Tüte Obst und machten uns auf den Weg zu den Giraffen. Diese konnte man nämlich über einen Aufstieg wirklich richtig nah auf Augenhöhe erreichen und problemlos füttern. Ich persönlich liebe Giraffen über alles, mit ihrem tollen Munster, den blauen Zungen usw. Ich finde die einfach so gigantisch und soooo wunderschön.

IMG_8161Danach gings auf zum schwimmen mit den Seelöwen. Ich glaube wir haben, für 30 Minuten schwimmen, in etwa 40-50 Euro pro Person bezahlt. Bei dem Schwimmbecken angekommen wurden wir dann gleich von einem netten Herrn in Empfang genommen, der uns alles erklärte. Wir wurden in eine Halle geführt, in der wir uns umziehen und allen Schmuck ablegen konnten. Danach bekamen wir auf dem Weg zum Becken noch unsere Schwimmwesten. Dann ging es auch schon los. Wir waren eine Gruppe von 4 Personen, die alle, der Reihe nach, für ein paar Minuten mit dem Seelöwen ins Wasser durften. Ich muss sagen, dass Seelöwen wirklich richtig, richtig süß sind und total sanft. Überhaupt nicht glitschig, das Fell ist eher etwas „stoppelig“ und sie hat etwas stark nach Fisch gerochen :-D, was aber wahrscheinlich auch daran lag, dass sie immer mit Fisch bei Laune gehalten wurde. Wir wurden von dem Seelöwen sogar einmal quer durch das Wasser geschoben *hihi*. Das war echt ein einzigartiges Gefühl. Wusstet ihr, das Seelöwen dunkel braune Zähne haben?! Die sahen echt aus, als wären die aus Holz 😀 aber eigentlich sind sie mehr als scharf.  Zum Abschied gab es sogar einen Kuss. Wobei sie mir erst keinen geben wollte sondern meinem Freund gleich den zweiten volle Kanne auf den Mund presste 😀 da hatte sich wohl noch jemand in meinen Freund verguckt! Damit habe ich einen weiteren Punkt auf meiner Lebensträumeliste erfüllt, nämlich mit Seelöwen zu schwimmen.

fuerte1Wofür die Insel auch bekannt ist, sind die frei herum laufenden Eichhörnchen. Die sind echt zuckersüß und sowas von zutraulich, das ich kurz überlegt habe, eines mit nach Hause zu nehmen 😀 *Spaaaaaaß*. Aber die waren echt so lieb und haben das Futter ganz sanft aus den Händen genommen.

Nach einer Woche Sommer (im November), Sonne, Strand, einigen tollen Erfahrungen und einem bösen Sonnenbrand ging es dann zurück nach Deutschland. Dieses mal auch ohne irgendwelche Zwischenfälle 😀

fuerteMein Fazit zum Urlaub…man kann Fuerteventura für einen reinen Strand und „Nichts-tun-Urlaub“ auf jeden Fall ohne schlechtes Gewissen buchen. Vor allem im Winter, wenn man der kalten Jahreszeit entfliehen möchte.

Alles in allem, war dies ein wunderschöner erster Urlaub mit meinem Schatz.


Alina ♥

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